Terrasseneinfassung mit Granitpflastersteinen

Inzwischen nutzen wir unsere Terrasse schon eine ganze Weile und freuen uns sehr darüber draußen sitzen zu können. Zum Abschluss der Arbeiten haben wir die Terrasse noch mit kleinen Granitsteinen eingefasst. Diese passen gut zu der rustikalen Optik der Holzdielen und werden später für eine saubere Trennung von Terrasse und Rasenfläche sorgen.

Granitpflastersteine

Wir haben Granitsteine für 20m Kante liefern lassen, bei der gewählten Größe „9/11“ (9-11cm Kantenlänge) entspricht das 400kg. Um die Verarbeitung zu üben haben wir die ersten Steine mit Fertigbeton aus dem Baumarkt gesetzt. Hier hat ein Sack à 25kg für drei Steine gereicht…

Erster Test mit Beton aus dem Baumarkt

Erster Test mit Beton aus dem Baumarkt

Nach einer kurzen Hochrechnung von Preis und Mischaufwand haben wir uns dann doch 0,5m³ fertig gemischten Magerbeton liefern lassen. Der angemischte Beton muss (je nach Wetter) in 2-3 Stunden verarbeitet werden, also haben wir so viel wie möglich vorbereitet.

Die Steine wurden vor dem Verlegen bereit gelegt

Die Steine wurden vor dem Verlegen bereit gelegt

Abendstimmung

Abendstimmung

Am ersten Tag der Arbeiten haben wir dann zu zweit (Danke U. für die Hilfe!) knapp 2/3 der Steine verlegt. Dabei musste man immer aufpassen, dass zwischen Unterkonstruktion und Beton noch etwas Platz bleibt damit Wasser ablaufen kann. Außerdem haben wir an einigen Stellen vorsichtshalber Abflussrohre eingebaut.

Pflasterarbeiten

Pflasterarbeiten

Fertige Kante

Fertige Kante

Ecke mit sauber verschmiertem Beton

Ecke mit sauber verschmiertem Beton

Als der Beton zu Neige ging, war er auch schon recht trocken und nicht mehr so gut zu verarbeiten – wir hatten also genau die richtige Menge bestellt. Es war durchaus angenehm, am Samstag Morgen um 10:30 Uhr mit dem Tagewerk fertig zu sein ;-)

Irgendwann war der Beton alle...

Irgendwann war der Beton alle…

Da das Betonwerk Samstags nur bis 10 Uhr geöffnet hat, wurde der Rest ein paar Tage später erledigt. Vorsichtshalber bestellten wir noch einmal 0,5m³, verbrauchten aber nicht alles.

Ergebnis des zweiten Arbeitstags. Die Kabel wurden auch mit einbetoniert.

Ergebnis des zweiten Arbeitstags. Die Kabel wurden auch mit einbetoniert.

Fertig!

Fertig!

Der kleine Bauleiter hat übrigens einen riesen Spaß mit dem Planschbecken und der Grill steht inzwischen auch auf der Terrasse…

Fugen

Damit die Steine noch fester sitzen und damit sie nicht nach und nach vom Rasen überwuchert werden, haben wir sie noch verfugt. So sieht es auch schöner aus. Als Fugenmaterial haben wir eine fertige Fugenmasse verwendet („einkomponentiger Kunstharzmörtel“). Diese kommt im 25kg Eimer und kann direkt verarbeitet werden.

Sakret Pflasterfuge PF1 plus

Sakret Pflasterfuge PF1 plus

Leider trocknet die Masse im Eimer sehr schnell, so dass man sich wirklich beeilen muss. Nach ein paar Steinen hatte der Bauherr aber den Dreh raus und hat in ca. einer Stunde alle Ritzen verfugt. Länger hätte die Masse aber auch nicht verarbeitet werden können und der Rest ist dann im Eimer ausgehärtet.

Vorher

Vorher

Nachher

Nachher

Die Fugen werden mit der Zeit noch etwas nachdunkeln. Uns gefällt die Optik aber auch so schon sehr gut und wir sind gespannt, wie es mit Rasen aussieht.

Werkzeug für den Terrassenbau

Um effektive arbeiten zu können, braucht man beim Terrassenbau einiges an Werkzeug:

Bohrmaschine & Akkuschrauber

Zum Vorbohren und auch zum Schrauben haben wir jeweils eine Bohrmaschine verwendet. Ideal wäre wohl je ein kräftiger 18V Akkuschrauber, die blauen Bosch 10,8V Exemplare die zur Verfügung standen konnten die Löcher zwar Bohren und die Schrauben eindrehen, die Bohrgeschwindigkeit war aber zu niedrig (so 2000 U/min sollten es sein) und das Schrauben gelang nur auf der letzen Rille. Die 750W Bohrmaschine hatte beim Schrauben ebenfalls ihre Mühe, 1000W gingen schon besser… Das Cumaru Holz ist wirklich sehr hart und nicht ganz einfach zu bearbeiten. Außerdem werden die Terrassenschrauben von Spax mit dem passenden Stufenbohrer nicht vollständig vorgebohrt, so dass ca. der letzte Centimeter ins Vollholz geschraubt wird. Ein Gerät reicht definitiv nicht aus, ständig den (heißen!) Bohrer gegen den Schraubaufsatz zu wechseln, sollte sich niemand antun.

Werkzeugsammlung

Werkzeugsammlung

Die Terrassenschrauben werden durch ihre spezielle Form mit den zwei Gewinden (siehe Herstellerlink) vergleichsweise wenig an die Unterkonstruktion gezogen. Ein bisschen Klemmkraft ist vorhanden, bei den meisten Dielen hat sich der Bauherr aber auf die Diele gestellt um eine gute Verschraubung zu erhalten.

Spax Air Abstandhalter

Spax Air Abstandhalter

Zwischen Diele und Unterkonstruktion wurden die Spax Air Abstandhalter platziert, diese sorgen für konstruktiven Holzschutz und durch die Flexibilität der Abstandsnase hat man ein bisschen Freiheit bei der Fugenbreite (die Nase kann bestimmt auf 5mm oder weniger komprimiert werden).

Der Spax Stufenbohrer bohrt im Neuzustand sehr schöne Löcher, nutzt sich aber schnell ab. Durch U.s Tipp, den Bohrer zu Kühlen, konnte die Standzeit deutlich verlängert werden. Hierfür wird der Bohrer einfach nach jedem Bohrvorgang in einer Wasserschale getaucht und so schafft man ca. 250-300 Löcher, bis der Bohrer stumpf ist. Außerdem muss man beim Bohren aufpassen die Maschine nicht zu verkanten, die Bohrer brechen recht schnell ab.

Damit sich um das Bohrloch keine Späne bilden, wurde jedes Loch nach dem Bohren mit einem Kegelsenker im Akkuschrauber kurz angesenkt.

Der Spax Terrassenbohrer braucht regelmäßige Kühlung

Der Spax Terrassenbohrer braucht regelmäßige Kühlung

Damit die Schraubenköpfe später in einer Flucht liegen, hat der Bauherr eine Schablone zum Anbohren gebastelt. Diese wird auf den Balken der Unterkonstruktion gesteckt und somit ist das Bohrloch immer 2cm vom Rand der Diele entfernt und mittig über der Unterkonstruktion. Bei leicht gebogenen Balken ergibt das natürlich auch einen nicht ganz geraden Verlauf der Köpfe, das fällt aber nach dem Montieren nicht auf.

Bohrschablone

Bohrschablone

Schraub- und Klemmzwingen

Bei den Dielen konnten wir die Oberseite noch auswählen. Meist gab es eine schöne und eine weniger schöne Seite, also haben wir die hübschere Seite nach oben gedreht. Gekrümmte Dielen wurden immer mit dem „Bauch“ an die Nachbardiele angelegt, gerade ziehen ist deutlich unkomplizierter als gerade drücken. Hier erwiesen sich die Wolfcraft Terrassenzwingen als sehr hilfreich (die können ziehen und drücken), obwohl man bei sehr stark gebogenen Dielen manchmal auch beide parallel ansetzen musste um genügend Klemmkraft zu generieren.

Bohrschablone und Klemmzwingen

Bohrschablone und Klemmzwingen

Manche Dielen standen auch vorne und hinten oder in der Mitte hoch oder waren in sich verdreht. Dieser Effekt trat aber deutlich seltener auf, als die Krümmung in Verlegerichtung. Die Enden herunterzubiegen war kein Problem, schwieriger war es in der Mitte hoch stehende Dielen oder verdrehte Dielen gerade zu ziehen. Hier mussten wir dann jedes Mal einen Angriffspunkt für eine stabile Schraubzwinge suchen.

Schraubzwinge mit hoher Klemmkraft

Schraubzwinge mit hoher Klemmkraft

Manchmal war auch die Lösung, die „Problemdiele“ mit einem Holzklotz von oben, einem Holzklotz von unten und einer dicken Schraube durch die beiden Klötze, an die Nachbardiele zu ziehen.

Klemmkonstruktion für widerspenstige Dielen

Klemmkonstruktion für widerspenstige Dielen

Sägen

Als weiteres Werkzeug ist eine Stichsäge mit scharfem Sägeblatt und eventuell auch eine Kreissäge mit Führungsschiene nützlich. Mit der Stichsäge werden kleinere Schnitte gemacht oder z.B. die Unterkonstruktion auf Länge gebracht. Mit der Kreissäge haben wir die Kanten der Dielen auf eine einheitliche Länge gebracht.

Der Stoß wurde mit Kreissäge und Führungsschiene gerade geschnitten.

Der Stoß wurde mit Kreissäge und Führungsschiene gerade geschnitten.

Terrassendielen Teil 2

Der Rest der Terrassendielen wurde an drei Abenden verlegt und gerade geschnitten. Die kurzen Dielen ließen sich deutlich schneller und unkomplizierter verlegen.

Zuerst mussten die bereits verlegten Dielen gerade geschnitten werden. Wir haben alle Dielen „vom Haus weg“ verlegt und damit natürlich einen Richtungswechsel in den Dielen. An dem Stoß haben wir die Dielen absichtlich etwas überstehen lassen um sie mit der Kreissäge gerade schneiden zu können. Dabei muss man nur aufpassen nicht in die Unterkonstruktion zu sägen und die Schnittgeschwindigkeit muss stimmen. Sägt man zu schnell, reißt das Holz aus (insbesondere an den Dielenübergängen), sägt man zu langsam, verbrennt die Schnittkante…

Der Stoß wurde mit Kreissäge und Führungsschiene gerade geschnitten.

Der Stoß wurde mit Kreissäge und Führungsschiene gerade geschnitten.

Die Schnittkanten wurden noch mit dem Exzenterschleifer entgratet und anschließend mit Hirnholzwachs versiegelt. Dieses verhindert, dass das Holz ausblutet oder Feuchtigkeit an der Stirnseite einzieht und das Holz mit der Zeit am Ende splittert.

Schneller Fortschritt bei den kurzen Dielen

Schneller Fortschritt bei den kurzen Dielen

Die kurzen Dielen waren sehr angenehm zu verlegen. Durch die kurze Länge (2m) und das geringe Gewicht lassen sie sich gut bewegen und die 5*2 Verschraubungen gehen auch schnell.

Fortschritt nach zwei kurzen Arbeitsabenden

Fortschritt nach zwei kurzen Arbeitsabenden

(Fast) fertig!

(Fast) fertig!

Am dritten Arbeitsabend haben wir die restlichen Dielen verlegt und anschließen noch die Ränder der Terrasse gerade geschnitten. Die freien Enden standen mal hoch und mal runter, außerdem waren alle Dielen leicht unterschiedlich lang. Nach dem Schneiden stehen die Dielen nur noch ca. 3cm über die Unterkonstruktion über.

Unterschiedliche Dielenlängen und -höhen

Unterschiedliche Dielenlängen und -höhen

Die Schnitte wurden mit Hilfe von Schnüren auf den Außenseiten angezeichnet. Dies war auch gleichzeitig die Prüfung, ob ordentlich gearbeitet wurde: Beim Wechseln von längs auf quer soll natürlich kein Knick entstehen, aber ebenso soll die äußerste Schraubenreihe auf den kurzen Dielen parallel zum Rand verlaufen – passt!

Anzeichnen...

Anzeichnen…

... und abschneiden

… und abschneiden

Hier hat die Kreissäge mit Führungsschiene (Danke T.) wieder gute Dienste geleistet! Leider hat es auf dem letzten (Säge-) Meter noch angefangen zu regnen, so dass es leider kein Bild der fertigen Dielen gibt. Aber der Bauherr hat bei Sonnenschein noch einmal einen Blick unter die Unterkonstruktion geworfen, auf dem man den Aufbau der Terrasse gut sieht.

Blick unter die Unterkonstruktion

Blick unter die Unterkonstruktion

Terrassendielen Teil 1

Am Fronleichnamswochenende haben wir nach der Unterkonstruktion auch einen großen Teil der Terrassendielen verlegt. Am Freitag haben der Bauherr und die Bauherrin sich eingearbeitet und auch schon einige Dielen verlegt, am Samstag hatten wir dann Unterstützung von U. (Vielen Dank!) und am Ende des Tages war die lange Seite der Terrasse geschafft.

Die erste Diele gibt die Lage aller anderen Dielen vor (durch den Dielenabstand sind lediglich leichte Korrekturen möglich) und wurde präzise ausgerichtet. Als erste Diele haben wir ein sehr gerades Exemplar ausgesucht und dieses zusätzlich noch mit den Klemmzwingen an einer Richtlatte fixiert und damit gerade ausgerichtet. Mangels eines großen (rechten) Winkels haben wir das erste Brett durch Peilen entlang des Bretts an der Hauswand ausgerichtet. Hat am Ende auch gepasst :)

Los geht's!

Los geht’s!

Ausrichten und festschrauben des ersten Bretts

Ausrichten und festschrauben des ersten Bretts

Die nächste (gerade) Diele wurde auch noch mit der Richtlatte fixiert, um dem ganzen Konstrukt Stabilität zu geben. Theoretisch hätte die schwimmende Unterkonstruktion noch verrutschen können, allerdings fühlte sich alles schon sehr stabil an.

Brett #2

Brett #2

Nach einigen Dielen musste die erste Ausklinkung für die Terrassentür hergestellt werden. Mit der Stichsäge und einem (neuen) Bosch „Clean for Hardwood“ Stichsägeblatt sahen die Schnitte wirklich super aus. Später musste der Bauherr leider auf ein normales „Clean for Wood“ Sägeblatt wechseln, aber vorsichtig geschnitten sahen die Schnitte damit genau so gut aus.

Es geht voran

Es geht voran

Erste Ausklinkung für die Terrassentür

Erste Ausklinkung für die Terrassentür

Der kleine Bauherr wollte auch immer mal wieder mit anpacken, so konnte er z.B. sehr gut die Terrassenschrauben oder die Spax Air Abstandhalter anreichen :)

Der kleine Bauleiter hilft natürlich auch mit!

Der kleine Bauleiter hilft natürlich auch mit!

Leider war ein Unterkonstruktionsbalken an einem Ende doch so verzogen, dass wir ihn nicht verwenden konnten. Zuerst war die Hoffnung, dass wir ihn mit den Dielen in Form ziehen könnten – dafür war er aber eindeutig zu unflexibel. Also hat der Bauherr kurzfristig im Hornbach einen kurzen Hartholzbalken besorgt und den krummen Balken „repariert“.

Ein Unterkonstruktionsbalken war "etwas" krumm...

Ein Unterkonstruktionsbalken war „etwas“ krumm…

... und wurde ausgetauscht.

… und wurde ausgetauscht.

Wird später nicht auffallen...

Wird später nicht auffallen…

Insgesamt war der Fortschritt nicht so groß, wie wir uns das vorgestellt hatten. Gerade Dielen ließen sich recht schnell montieren, man konnte immer 3*2 Bohrungen machen und anschließen die Dielen verschrauben. Die langen Dielen (insgesamt 9*2 Veschraubungen) waren damit schnell befestigt. Leider waren viele Dielen so krumm, dass sie nur Schritt für Schritt gerade gezogen und verschraubt werden konnten. Durch das viele ausrichten und den Werkzeugwechsel (Anreißen, Vorbohren, Schrauben) dauerten diese Dielen deutlich länger.

Trotzdem hatten wir die lange Seite nach zwei Tagen fertig und freuten uns sehr, vom Wohnzimmer direkt auf die Terrasse tretten zu können!

Fortschritt nach zwei Tagen

Fortschritt nach zwei Tagen

Holzterrasse – Unterkonstruktion

An Fronleichnam haben wir bei bestem Wetter mit dem Bau der Terrasse begonnen. Die Vorbereitungen wurden dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Gartenbauers Mittwoch Abend um 21:00 Uhr abgeschlossen, so dass wir pünktlich beginnen konnten. Der genaue Aufbau der Terrasse wurde im Planungs-Beitrag bereits beschrieben.

Zuerst wurde das Unkrautvlies ausgelegt. Die 2m breite Rolle passte perfekt zur Geometrie der Terrasse, so dass insgesamt nur drei einzelne Stücke mit zwei Überlappungen verlegt werden mussten. Während der Arbeiten haben wir noch einen entscheidenden Vorteil des Vlieses herausgefunden: Die Gehwegplatten lassen sich recht einfach auf dem Vlies verschieben ohne das Splittbett zu verändern. So kann man auch später eine Platte verschieben, um z.B. eine Schraubzwinge anzusetzen.

Anschließend wurden insgesamt 120 Gehwegplatten auf dem Unkrautvlies verlegt.

Gehwegplattentransport

Gehwegplattentransport

Gehwegplatten wurden verlegt

Gehwegplatten wurden verlegt

Die Unterkonstruktionshölzer haben einen Abstand von 40cm (Mitte-Mitte). Die Gehwegplatten haben entlang der Unterkonstruktion ca. 60cm Abstand. Auf der langen Seite der Terrasse wurden die Balken längs verbunden. Es hätte auch Balken in der passenden Länge gegeben, so passt es aber besser mit dem Gefälle. Die neuen „Balken“ haben an der Verbindungsstelle einen leichten Knick.

Unterkonstruktionshölzer grob verteilt

Unterkonstruktionshölzer grob verteilt

Zusätzlich mussten die Balken auch um die Ecke herum verbunden werden. Bei den Winkeln und Flachverbindern haben wir die einfache verzinkte Version gewählt und mit normalen Spax Schrauben verschraubt. Da man das alles später nicht mehr sieht, werden uns auch leichte Verfärbungen des Holzes an den verschraubten Stellen nicht stören.

Unterkonstruktionshölzer längs verbunden

Unterkonstruktionshölzer längs verbunden

An einigen Stellen wurde die Unterkonstruktion auch an den Gehwegplatten befestigt. Entweder, um ein Verrutschen der Balken zu verhindern (an den Enden) oder um besonders krumme Balken etwas in Form zu ziehen. Die Verankerung erfolgte mit normalen Dübeln.

Unterkonstruktionshölzer im rechten Winkel verbunden

Unterkonstruktionshölzer im rechten Winkel verbunden

Beim Arbeiten waren zwei Akkuschrauber sehr hilfreich, einer zum Vorbohren und einer zum Schrauben.

Werkzeugsammlung

Werkzeugsammlung

Für das Bauen der Unterkonstruktion haben wir ca. einen Tag benötigt. Am aufwändigsten war das genaue Ausrichten und Verbinden der Balken.

Holzterrasse – Vorbereitung

Vor dem eigentlichen Terrassenbau waren noch ein paar Vorarbeiten nötig. Hinter dem Haus stand während der Rohbauphase der Kran auf einer großen Schotterfläche (gut zu sehen in Baugrube Teil 2). Dieser Schotter wurde für den Terrassenunterbau wiederverwendet, insgesamt haben wir von unserem Gartenbauer ca. 50cm anfüllen lassen. Unter dem Schotter wurden noch ca. 15cm günstiger Füllboden eingebaut.

Für die Schotterarbeiten kam dann auch mal ein etwas größerer Bagger vorbei, der innerhalb von zwei Stunden den gesamten Schotter verteilt, gerade gezogen und platt gedrückt hat. Anschließend wurde der Schotter dann noch verdichtet.

Ein Bagger bereitet das Terrassenfundament vor

Ein Bagger bereitet das Terrassenfundament vor

Baggerarbeiten im Garten

Baggerarbeiten im Garten

Verdichteter Schotterunterbau für die Terrasse

Verdichteter Schotterunterbau für die Terrasse

Auf den Schotter kamen dann noch ca. 5cm Splitt, auf den wir die Gehwegplatten für die Terrassenunterkonstruktion legen. Der Splitt wurde glatt und mit leichtem Gefälle abgezogen, so dass sich eine schön ebene Fläche ergab. Theoretisch könnte man die Gehwegplatten auch direkt auf den Schotter legen, dann ist das Ausrichten der Unterkonstruktion aber deutlich aufwändiger.

Abgezogene Splittschicht mit passendem Gefälle

Abgezogene Splittschicht mit passendem Gefälle

Splittunterbau

Splittunterbau

Der Unterbau aus Splitt und Schotter mit Gefälle sorgt dafür, dass Regenwasser vom Haus weg läuft und versickern kann. So werden wir hoffentlich keine Probleme mit Feuchtigkeit unter der Holzterrasse bekommen!

Holzterrasse – Planung

Der Bauherr hat sich viele Abende mit der Planung der Holzterrasse beschäftigt. Im Internet gibt es jede Menge Anleitungen und oft gibt es auch nicht nur einen Weg um ans Ziel zu kommen. Insgesamt hoffen wir nun eine gute Lösung gefunden zu haben und gut geplant zu haben – aber ob alles so passt wie wir uns das vorstellen, wird sich erst bei bzw. nach dem Aufbau herausstellen…

Für alle Interessierten gibts hier nun ein paar Hintergrundinfos und einen Überblick über die Planung.

Belag

Wichtigste Frage bei einer neuen Terrasse ist der Belag. Später wird man nur diesen sehen und die aufwändige Konstruktion darunter bleibt unsichtbar. Wünscht man sich eine Holzterrasse, kommt auch immer das Thema WPC (Wood-Plastic-Composite) auf. WPC ist ein Gemisch aus Holzmehl und weiteren Zusatzstoffen und sieht echten Holzdielen durchaus ähnlich. WPC hat den Vorteil, dass es sehr pflegeleicht ist und es garantiert keine Späne gibt. Bei genauerem Hinsehen hat uns jedoch die künstliche Optik gestört. Außerdem hatte ein großer Paderborner Holzhändler eine mehrere Jahre alte Musterterrasse, die schon sehr häßlich aussah. Damit war WPC aus dem Rennen.

Das Holz unserer Terrasse soll lange halten und möglichst splitterfrei sein. Bei diesen beiden Kriterien bleibt eigentlich nur Tropenholz übrig. Nach viele Recherche haben wir uns für Cumaru entschieden. Dieses südamerikanische Holz ist sehr hart und langlebig und sieht mit seiner warmen braunen Farbe auch sehr schön aus. In Südamerika soll man tendentiell mehr auf nachhaltige Holzwirtschaft achten als in Asien (wo das bekannte Bangkirai her kommt), so dass es für uns okay ist Tropenholz zu verwenden. Außerdem sollte man bedenken, dass der Wald für viele Menschen in den Tropen die einzige Einnahmequelle ist. Entweder können sie das Holz verkaufen oder die Wälder werden gerodet um Pflanzen anzubauen.

Das Holz haben wir beim Bremer Händler Pro Veranda bestellt. Bereits im Vorfeld wurden wir dort gut beraten und unsere Planung überprüft. Preislich war der Händler deutlich attraktiver als die Händler vor Ort.

Cumaru Terrassendielen und Mandioqueira Unterkonstruktion in verschiedenen Längen

Cumaru Terrassendielen und Mandioqueira Unterkonstruktion in verschiedenen Längen

Die Dielen die wir bestellt haben sind 145mm breit und 21mm dick bzw. dünn. Außerdem haben wir die Dielen in glatt bestellt. Wir konnten es bisher nicht selber ausprobieren, aber einhellige Meinung vieler Quellen ist, dass glatte Dielen nicht rutschiger sind als geriffelte (1, 2, 3). Der Vorteil der glatten Dielen ist die längere Haltbarkeit weil kein Wasser in den Rillen steht, sie sind pflegeleichter und die Splittergefahr ist geringer.

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion sollte immer eine vergleichbare Haltbarkeit wie die Terrassendielen aufweisen. Wählt man hier ein weniger haltbares Holz, kann die Unterkonstruktion nach z.B. 10 Jahren schon vergammelt sein, wobei die Terrassendielen nochmal so lange (oder länger) halten würden. Ein Austausch wird dann sehr aufwändig und teuer. Also wird die Unterkonstruktion auch aus einem Hartholz (Mandioqueira) sein. Als Maß haben wir das Standardmaß 45x70mm gewählt. Es gibt zwar auch dickere und damit stabilere Balken, diese sind aber auch deutlich teurer.

Aufbau

Oberste Regel beim Terrassenbau ist der sogenannte konstruktive Holzschutz. Das Ziel hierbei ist, Wasser möglichst schnell vom Holz wegzuführen. Unser gewählter Aufbau ist in der folgenden Zeichnung dargestellt.

Aufbau der Terrasse

Aufbau der Terrasse

Von oben nach unten, wird mit der Diele begonnen. Damit die Diele nicht direkt auf der Unterkonstruktion aufliegt und diese abtrocknen kann, folgt als nächstes ein Abstandshalter aus Kunststoff. Diese gibt es von diversen Herstellern, wir haben uns für Spax Air entschieden. Diese Abstandshalter haben einen kleinen Kunststoffpin der direkt den Abstand zwischen zwei benachbarten Terrassendielen auf 6,5mm einstellt. Den Ausschlag für die Spax hat gegeben, dass der Abstand etwas geringer ist als bei den meisten anderen Abstandhaltern (7mm).

Der Abstandhalter sitzt auf der Unterkonstruktion und die Unterkonstruktion liegt auf einem Stück Kunststoffmatte. Dieses Kunststoffpad ist leicht porös, so dass Wasser sehr schnell ablaufen kann. Das Kunststoffpad liegt auf einer 30x30x4cm Betonplatte. Diese Platte stellt die Verbindung zum Split und Schotterunterbau her. Direkt unter der Betonplatte werden wir noch ein Unkrautvlies auslegen, damit hoffentlich kein Gras oder Unkraut zwischen den Dielen herauswächst. Dieses Unkrautvlies ist wasserdurchlässig, gleichzeitig gelangt aber kein Licht hindurch, so dass nichts wachsen kann.

Die Dielen werden mit Spax Terrassenschrauben 5×60 aus Edelstahl (A2) befestigt. Edelstahl ist unbedingt nötig, weil sich bei normalen Schrauben sonst häßliche schwarze Stellen um die Schraubenköpfe bilden. Bei diesen Schrauben gefällt uns der sehr dezente Schraubenkopf. Die Alternative zur sichtbaren Verschraubung wäre eine verdeckte Befestigung gewesen. Von dieser wird bei Cumaru aber abgeraten, denn Cumaru neigt zu „Wechseldrehwuchs“, was zu starken Spannungen in den Dielen führen kann, die die Befestigungselemente eventuell nicht aushalten.

Der Abstand der Unterkonstruktionsbalken wird ca. 40cm betragen (bedingt durch die doch recht dünnen 21mm Dielen). Für die Auflager haben wir ca. 60cm Abstand gewählt, weil die Unterkonstruktion deutlich biegesteifer als die Dielen ist.

Großeinkauf und Zubehör

Das Holz wurde vor einer Woche geliefert. Insgesamt fast 900kg, denn das Holz hat eine Dichte größer 1! Mit dem ganzen Zubehör, welches Stück für Stück vom Paketmann in teilweise sehr schweren Paketen gebracht wurde, ergibt das einen schönen Bausatz:

Terrassenbausatz

Terrassenbausatz

Von oben links nach unten rechts haben wir:

  • Terrassendiele Cumaru 145x21mm
  • Unterkonstruktion Mandioqueira 45x70mm
  • Hirnholzschutz. Die Dielen müssen an den Schnittkanten versiegelt werden um Ausbluten und Splittern zu vermeiden.
  • Spax Stufenbohrer (2*) um Vorzubohren und Anzusenken in einem Arbeitsgang.
  • Spax Terrassenschrauben (1*100 + 3*300)
  • Wolfcraft Montagezwingen um leicht krumme Dielen gerade zu ziehen
  • einzA Novatrol Terrassenöl für den Erstanschrich
  • Spax Air 6,5mm (5*100) Abstandhalter
  • Dosenmuffe um Erdkabel unter der Terrasse wasserdicht zu verbinden
  • Wago Klemmen für die Dosenmuffe
  • 20m 3*1,5mm^2 Erdkabel für Steckdosen und Licht im Garten
  • Flachverbinder für die Unterkonstruktion
  • Winkelverbinder für die Unterkonstruktion
  • Terrassenpads. 20mm dick für jedes Auflager und 3mm dick um leichte Unebenheiten auszugleichen.
  • Betonplatten (insgesamt 120 Stück!)
  • Der Bauplan!
  • Unkrautvlies 15x2m, 150g/m^2

Wir hoffen, dass wir das Puzzle am langen Wochenende gelöst bekommen, hoffentlich wird das Wetter gut!

Drei Monate im neuen Haus

Vor genau drei Monaten sind wir umgezogen und wir fühlen uns immer noch sehr wohl in unserem neuen zu Hause. Inzwischen ist der Frühling eingetroffen und wir freuen uns, dass so viel Sonnenlicht in die Räume kommt. In unserer dunklen Mietwohnung haben wir das immer vermisst.

Frühlingsboten

Frühlingsboten

Es gibt noch viele Kleinigkeiten im Haus zu erledigen und der Garten ist eine einzige große Baustelle, aber inzwischen sind wir auch einfach froh nicht bis spät Abends basteln zu müssen und genießen die Zeit im Haus oder im Garten. Nach dem Einzug kann man auch erstmal gut über die fast fertigen Sachen hinweg schauen und sich an den fertigen Sachen erfreuen ;-)

Der Bauleiter mit seinem neuen Spielzeug

Der Bauleiter mit seinem neuen Spielzeug

Der Bauherr hat ebenfalls ein neues Spielzeug, welches pünktlich zum Geburtstag des kleinen Bauleiters eintraf und auch direkt eingeweiht wurde.

Neuer Grill (Landmann Triton 2.0)

Neuer Grill (Landmann Triton 2.0)

Auch wenn es hier in letzter Zeit etwas ruhiger war, werden wir natürlich weiterhin über die Entwicklungen berichten und den Blog pflegen!

Steckdosen Entstehungsgeschichte

Der Bauherr hat während der gesamten Bauzeit den Entstehungsprozess einer Steckdose vom Bohren der Löcher bis zum Aufsetzen der Einsätze dokumentiert:

(1) Planung ist alles: Lautsprecher, SAT, 2*Netzwerk, 2*Steckdose

(1) Planung ist alles: Lautsprecher, SAT, 2*Netzwerk, 2*Steckdose

(2) Löcher fräsen

(2) Löcher fräsen

(3) Dosen eingipsen und Leerohre befestigen (Sat/Netzwerkkabel wurden vor dem legen der Leerrohre eingezogen, Stromkabel später)

(3) Dosen eingipsen und Leerohre befestigen (Sat/Netzwerkkabel wurden vor dem legen der Leerrohre eingezogen, Stromkabel später)

(4) Füllen der Dosen mit Zeitungspapier zum Verputzen

(4) Füllen der Dosen mit Zeitungspapier zum Verputzen

(5) Und zwar alle!

(5) Und zwar alle!

(6) Nach dem Verputzen sind die Dosen fast verschwunden

(6) Nach dem Verputzen sind die Dosen fast verschwunden

(7) Dosen geöffnet

(7) Dosen geöffnet

(8) Stromkabel eingezogen und Steckdoseneinsätze montiert

(8) Stromkabel eingezogen und Steckdoseneinsätze montiert

(9) Die Zugdrähte für die Lautsprecherkabel wurden versteckt

(9) Die Zugdrähte für die Lautsprecherkabel wurden versteckt

(10) Als nächstes kommt die Antennendose dazu

(10) Als nächstes kommt die Antennendose dazu

(11) Und dann die Netzwerkdosen

(11) Und dann die Netzwerkdosen

(12) Zum steichen wird alles einmal unter Tesaband versteckt

(12) Zum steichen wird alles einmal unter Tesaband versteckt

(13) Fast fertig

(13) Fast fertig

(14) Die fertigen Steckdosen inklusive aller Abdeckungen. Von links nach rechts: Netzwerk / Netzwerk / SAT (2x) / Lautsprecherauslass / Steckdose / Steckdose

(14) Die fertigen Steckdosen inklusive aller Abdeckungen. Von links nach rechts: Netzwerk / Netzwerk / SAT (2x) / Lautsprecherauslass / Steckdose / Steckdose

Leider hat sich der Bauherr für seine Dokumentation die einzigen leicht schiefen Steckdosen im ganzen Haus ausgesucht… Aber da diese sowieso hinter dem TV Möbel verschwinden, ist das nicht weiter tragisch. Außerdem waren wir mit der Ausführung der Elektroarbeiten insgesamt sehr zufrieden, so dass das den Gesamteindruck nicht schmälern kann.

Garten- und Terrassenplanung

Nachdem es im Haus schon sehr wohnlich ist, wird es langsam Zeit für die Außenanlagen. Der kleine Bauleiter genießt die Freiheit im Garten denn dieser ist im Moment eine einzige große Sandkiste. Der Sandboden ist hier wirklich ideal zum Spielen, trotzdem wollen wir den Garten noch ein wenig verändern…

Der Bauleiter spielt gerne im Garten

Der Bauleiter spielt gerne im Garten

Unsere Nachbarn haben einen Gartenbauer engagiert, der bei ihnen die Außenanlagen erstellt. Die bisherige Arbeit sieht wirklich gut aus und so haben wir ihn auch direkt für unsere Zwecke eingespannt – er kann auch direkt im Anschluss an die Arbeiten beim Nachbarn bei uns anfangen. Perfekt! Teilweise brauchen Gartenbauer wohl schon mal ein halbes Jahr Vorlauf und so sind wir wirklich froh, dass sich bei uns sehr zeitnah etwas tun wird!

Deshalb wird es jetzt auch höchste Zeit für die Planung der Außenanlagen: Rund ums Haus kommt ein Kiesstreifen als Spritzschutz, im Süd-Westen wird eine Terrasse angelegt, es soll ein gepflasterter Weg von vorne nach hinten führen und vor dem Haus wird gepflastert. Das ganze teilen wir aber in drei „Bauabschnitte“: Kiesstreifen, Terrassen- und Pflasterunterbau (Schotter) und der kurze Weg werden in Kürze von unserem Gartenbauer gemacht. Die Terrasse legen wir in Eigenleistung an und die Pflasterarbeiten vor dem Haus folgen später.

Terrasse

Um uns die Größe der Terrasse besser vorstellen zu können haben wir diese einfach mal aufgezeichnet. Die beiden Türen im Wohnzimmer geben die L-Form vor, aber die Hauptterrasse werden wir an der Westseite anlegen. Da haben wir den Blick in den Garten und die schöne Nachmittags- und Abendsonne. Auf dem kleineren Südteil der Terrasse wird man dafür schon morgens Sonne haben (z.B. zum Frühstück).

Terrassenplanung im Maßstab 1:1

Terrassenplanung im Maßstab 1:1

Der Bauherr wünscht sich eine Holzterrasse (die Bauherrin wäre auch mit Pflaster zufrieden) und um die Splittergefahr zu minimieren, kommt eigentlich nur extra hartes Tropenholz in Frage. Was wir genau nehmen, ist allerdings noch nicht raus. Da die Dielen aber fast immer im gleichen Maß verkauft werden, kann die Planung unabhängig vom gewählten Holz erfolgen.

Die genaue Planung hat der Bauherr dann mittels CAD gemacht. So konnte er exakt die benötigten Bretter und Unterkonstruktionslatten berechnen. Insgesamt wird die Terrasse ca. 25m^2 groß.

Terrassenplanung im Detail

Terrassenplanung im Detail

Erste Vorarbeiten wurden vom Gartenbauer schon mal ausgeführt, noch konnte er nämlich mit dem großen Trecker auf unser Grundstück fahren. Wenn er beim Nachbarn das Pflaster gelegt hat, wird das nicht mehr möglich sein.

Lieferung von Füllboden mit dem Trekker

Lieferung von Füllboden mit dem Trekker

Abkippen...

Abkippen…

... und grob zusammen schieben.

… und grob zusammen schieben.

Wenn alles klappt, können wir im Mai die Terrasse bauen und uns dann über die Grünanlagen Gedanken machen. Wir freuen uns schon auf die ersten Grashalme :)