Trockenbau…

Irgendwie läufts zur Zeit nicht rund. Der Trockenbauer spult sein Schema ab ohne viel nachzudenken und Mitdenken müssen wir… Die Isolierungspanne kann man noch auf die Ausführungsplanung schieben, aber wieso er heute bei den ihm unbekannten Kabeln nicht mal nachgefragt hat, anstatt sie durch die Dampfsperre zu führen…?

Rolladenkabel - das sollte in einer Installationsdose enden, evtl. muss dafür aber auch erst noch ein längeres Kabel montiert werden...

Rolladenkabel – das sollte in einer Installationsdose enden, evtl. muss dafür aber auch erst noch ein längeres Kabel montiert werden…

Bei dem Sensor wissen wir nicht genau wo er hin soll - der Spitzboden erscheint aber naheliegend

Bei dem Sensor wissen wir nicht genau wo er hin soll – der Spitzboden erscheint aber naheliegend

Diese drei Leerrohre sollen definitiv auf den Spitzboden

Diese drei Leerrohre sollen definitiv auf den Spitzboden

In Kind 1 und 2 wurde bereits mit der Querlattung begonnen, die später dann die Rigipsplatten tragen wird.

Querlattung

Querlattung

Bei den Tiefbauern lief es etwas besser. Der kleine Graben wurde zu einem stattlichen Loch erweitert und so können die Leitungen auch an der geplanten Stelle ins Haus eingeführt werden. Das Lesen des Plans hätte hier die Mehrarbeit erspart…

Vergrößertes Loch, die Bohrungen sind noch hinter der Isolierung versteckt

Vergrößertes Loch, die Bohrungen sind noch links hinter der Isolierung versteckt

Dafür war der Mann mit dem Kernbohrer äußerst sparsam mit dem Zollstock – unser Bauleiter hatte grob an die Wand gekritzelt, wie die Bohrungen ausgeführt werden sollten und diese Skizze wurde direkt 1:1 umgesetzt:

Die grobe Skizze wurde direkt als Maßzeichnung interpretiert

Die grobe Skizze wurde direkt als Maßzeichnung interpretiert

Mit entsprechendem Ergebnis...

Mit entsprechendem Ergebnis…

Zu guter Letzt durfte der Bauherr dann noch im strömenden Regen am Baustellenmobil ein Vorderrad wechseln. Läuft.

Gas, Wasser, Strom, Telekom & Putz

… aber der Reihe nach:

Dienstag

Nachdem die Trockenbauer Montag mit Vollgas losgelegt haben, mussten sie gestern leider erstmal wieder einen Schritt zurück machen. In der Version von Montag Abend verliefen die Lüftungsrohre der KWL über den ungedämmten Dachboden, d.h. die Effektivität der Wärmerückgewinnung wäre vermindert worden und außerdem hätte sich früher oder später Kondensat und evtl. auch Schimmel in den Rohren gebildet. Um das zu verhindern, wurde das Dach nun zusätzlich noch bis zur Mittelpfette gedämmt.

Erweiterte Dämmung bis ganz oben

Erweiterte Dämmung bis ganz oben

Die Folie musste leider nochmal aufgetrennt werden...

Die Folie musste leider nochmal aufgetrennt werden…

Doppelt gedämmter Spitzboden

Doppelt gedämmter Spitzboden

Blick Richtung Osten

Blick Richtung Osten

Dafür beeindrucken die Trockenbauer weiterhin mit coolem Werkzeug ;)

Therminator

Therminator

Inzwischen wird auch sehr deutlich, wieviel Feuchtigkeit sich in unserem Haus befindet, an vielen Stellen bildet sich Kondensat.

Kondensat

Kondensat unter dem Dach

Wirklich überrascht war der Bauherr aber von der Arbeit der Maler: Sie haben nach dem Anbringen der Armierung direkt mit dem Putz weitergemacht! Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass die Grundierung aushärten muss, aber anscheinend kann der Putz auch direkt im Anschluss angebracht werden.

Die Giebelwand wurde hier bereits verputzt und erstahlt in schönem weiß

Die Giebelwand wurde hier bereits verputzt und erstahlt in schönem weiß

Die Tiefbauer hatten schon etwas Material für die Erschließung bereit gestellt

Die Tiefbauer hatten schon etwas Material für die Erschließung bereit gestellt

Der verwendete Putz „Stolit QS K“ ist speziell für feuchte Bedingungen von 1°C bis 15°C gemacht und ist „frühregenfest“. Also genau richtig.

Könnte auch "Stolit Paderborn" heißen ;)

Könnte auch „Stolit Paderborn“ heißen ;)

Mittwoch

Heute haben die Putzer ihr Werk vollendet und auch das Gerüst bereits mitgenommen. So konnten auch die Tiefbauer ungestört ihre Arbeiten beginnen und man kam sich nicht in die Quere.

Der Putz ist fertig und das Gerüst ist weg

Der Putz ist fertig und das Gerüst ist weg

Die Dämmung wurde unten noch mit Bitumen abgedichtet

Die Dämmung wurde unten noch mit Bitumen abgedichtet

Der Trockenbauer hat nur ein paar Kleinigkeiten erledigt, dafür war der Sanitärinstallateur vor Ort und hat die Solaranlage angeschlossen.

Die Solarthermieanlage wurde jetzt auch angeschlossen

Die Solarthermieanlage wurde jetzt auch angeschlossen

Bei dem unmotiviert rumbaumelnden Kästchen handelt es sich um einen „SP10“, einen Überspannungsschutz für den Temperaturfühler an der Solarthermieanlage. Dieser könnte z.B. bei Blitzeinschlag in der näheren Umgebung praktisch sein und den Sensor schützen.

SP10

SP10

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Anschluss an die öffentlichen Versorgungsnetze. Morgen werden wohl die Löcher in die Kellerwand gebohrt und das Haus an Gas, Wasser, Strom und Telekom angeschlossen. Bei den Nachbarn haben die Bauarbeiter erstmal das Regenwasserrohr kaputt gebaggert, aber auch sofort wieder fachmännisch repariert. Naja kann passieren…

Vorbereitungen für den Anschluss

Vorbereitungen für den Anschluss

Unter Tage wird es voll: Links Wasser- und Gasrohr, dazu das Stromkabel und dann noch das grüne Regenwasserrohr

Unter Tage wird es voll: Links Wasser- und Gasrohr, dazu das Stromkabel und dann noch das grüne Regenwasserrohr

Wir freuen uns schon darauf, alles am Wochenende mal bei Tageslicht begutachten zu dürfen. Ohne Gerüst wird unser Haus dann auch schon richtig fertig aussehen.

Sanitärarbeiten Teil 1

Von außen sieht das Haus noch genauso aus, wie vor einer Woche – innen hat sich allerdings etwas getan: Die Sanitärinstallateure haben mit ihrer Arbeit begonnen und die Wände für die Installation der Armaturen vorbereitet.

Hier kommen die Wasserleitungen und das Abwasserrohr für das Waschbecken hin

Hier kommen die Wasserleitungen und das Abwasserrohr für das Waschbecken hin

Wandauschnitte für die Duscharmatur

Wandauschnitte für die Duscharmatur

Kleine Rechenspiele direkt vor Ort

Kleine Rechenspiele direkt vor Ort

Im Obergeschoss wurden die Lüftungauslässe zwischen den Sparren installiert.

Lüftungsauslass im Obergeschoss

Lüftungsauslass im Obergeschoss

Heute waren wir außerdem zum ersten Mal im Keller! Bisher war es uns immer zu nass da unten, aber inzwischen sind dort nur noch ein paar (große) Pfützen und wir konnten den Besuch waagen. Außerdem wollten wir die Rohrinstallation im Keller bewundern und die genaue Höhe der Verbindung des Abwasserrohrs nach außen messen. Hat alles gut geklappt :-)

Blick vom Vorratsraum in den Kellerflur

Blick vom Vorratsraum in den Kellerflur

Das Titelbild zeigt übrigens zwei tierische Bewohner unserer neuen Heimat.

Rohbaudurchsprache

Gestern haben wir mit Elektriker und Sanitärinstallateur die Details ihrer weiteren Arbeiten besprochen. Eigentlich sollte auch unser Bauleiter dabei sein, der war aber leider kurzfristig verhindert. So müssen jetzt ein paar Kleinigkeiten im Nachhinein noch geklärt werde, die sonst vielleicht direkt vor Ort besprochen worden wären.

Sanitärinstallation

Für den Installateur ist es wichtig zu wissen, wo WCs, Waschbecken und sämtliche Armaturen hin kommen. Die Positionen von WC und Waschbecken waren schon recht genau in unseren Plänen eingezeichnet und bei der Platzierung der Armaturen haben wir uns auf die Empfehlungen des Profis verlassen. Weiterhin ist aber auch wichtig zu wissen, von welchem Hersteller die Armaturen kommen werden. Die Unterputzeinheiten unterscheiden sich da z.B. bei Grohe und Hansgrohe und entsprechend wirkt sich das natürlich auch auf die in die Wände zu stemmenden Löcher aus. In der Dusche im Obergeschoss haben wir uns für eine Regendusche mit Thermostat entschieden, dafür werden auch die entsprechenden Schlitze und Löcher erstellt. Die Montage des Duschkopfes wird an der Dachschräge erfolgen, dafür muss sich der Handwerker noch eine gute Lösung einfallen lassen. Kleine Details, wie z.B. die Position des Außenwasserhahns („Außenzapfstelle“ ;-) oder von Spüle und Spülmaschine in der Küche haben wir kurz angesprochen, aber da war eigentlich auch schon vorher alles klar bzw. in den Plänen korrekt eingezeichnet.

Elektroinstallation

Die Sanitärfragen waren schnell geklärt, mit den beiden Elektrikern sind wir dann noch deutlich länger durchs Haus spaziert. In den letzten Tagen sind wir mehrmals die gesamten Pläne durchgegangen, haben uns überlegt welche Möbel einmal wo stehen werden und was für Steckdosen wir gebrauchen könnten. Außerdem haben wir uns überlegt, welches Licht wo geschaltet werden soll, wo vielleicht Wechselschaltungen (zwei Schalter) oder Tasterschaltungen (mehr als zwei Schalter) zum Einsatz kommen sollen. Diese Überlegungen haben wir dann vorab auch schon einmal im Haus besprochen und noch ein paar Änderungen vorgenommen.

Planung von Steckdosen, Schaltern und Co.

Planung von Steckdosen, Schaltern und Co.

So waren wir eigentlich ganz gut vorbereitet für den Termin und es gab insgesamt nicht so viel zu klären. Einen wichtigen Punkt hatten wir jedoch übersehen: Für jeden Rolladen gibt es auch noch einen Schalter (die werden alle elektrisch)! Aus Budgetgründen haben wir uns leider gegen eine Hausautomatisierung entschieden und so muss das Fahren der Rolländen von Hand ausgeführt werden. In den meisten Räumen war die Platzierung der Schalter nicht schwierig, einfach neben die Tür zum Lichtschalter. Da dort bereits der Thermostat für die Fußbodenheizung seinen Platz findet, ist man bei der Minimalausstattung eines Zimmer schon bei einer hübschen 3er-Blende…

Im Wohnbereich hat uns das Verteilen der Rolladenschalter dann aber doch etwas Kopfzerbrechen bereitet, hier sollen vier Rolländen und mehrere Lampen geschaltet werden. Wir haben uns jetzt dafür entschieden, alle Rolläden neben der Küchentür zu bedienen. Hier kommt man morgens als erstes rein, außerdem wird das optisch eher zweifelhafte Schalterrudel dann in die Küche verbannt. Nach aktueller Planung werden dort dann 4*Rolläden plus Thermostat/Schalter/Doppelschalter installiert. Puh…

Wechselschalter (oben), Doppelschalter (Mitte) und Thermostat (unten)

Wechselschalter (oben), Doppelschalter (Mitte) und Thermostat (unten)

Ansonsten haben wir zu den 50 bereits im Grundpreis enthaltenen Steckdosen noch etwa 30 weitere hinzugefügt. Weiterhin haben wir in jedem Zimmer eine Doppel-SAT Dose und eine Doppel-Netzwerkdose vorgesehen. Wir werden Telefon und Computer über die Netzwerkkabel führen und dann von einem Patchpanel im Keller aus passend auf Router und Telefonanlage verteilen. Arbeitszimmer und Wohnzimmer haben noch weitere Netzwerkdosen bekommen, hier soll vielleicht nochmal ein Drucker oder mehrere der heutzutage üblichen Mediaboxen (Amazon Fire TV, TV-Rekorder, usw.) angeschlossen werden. Außerdem werden im Wohnzimmer an zwei Wänden die Anschlüsse für TV/LAN vorgesehen, dann können wir auch einmal Möbel umstellen.

Lautsprecher, 2*Netzwerk, 2*Steckdose

Lautsprecher, 2*Netzwerk, 2*Steckdose

Mittelfristig werden wir wohl in jedem Geschoss einen WLAN Access Point aufstellen, dafür ist im Erdgeschoss eine LAN Dose im Flur geplant. Im Obergeschoss lassen wir dafür eine Dose auf ca. 2,20m Höhe in der Ankleide anbringen. Dann kann der Access Point schön hoch angebracht werden und sollte dann auch eine gute Abdeckung der angrenzenden Räume schaffen.

Eine Besonderheit haben wir uns noch bei den Steckdosen überlegt, diese bekommen alle einen Kinderschutz. Ein Mechanismus verhindert hier, dass man nur in eins der beiden Löcher einen Gegenstand einführen kann, wie es z.B. passiert wenn man eine Schraubendreher in die Steckdose steckt. Nur wenn man versucht in beide Löcher gleichzeitig etwas zu stecken (z.B. einen Stecker), wird die Öffnung freigegeben. Für ca. 2EUR Aufpreis pro Steckdose kann man sich so die „Drehdinger“ sparen und erhält einen wirksamen und trotzdem nicht störenden Schutz.