Endabnahme – Dosse Massivhaus

Am Freitag vor einer Woche fand die Endabnahme unseres Hauses statt. Damit wurde der „offizielle“ Teil unseres Hausbauprojekts beendet und der Rest liegt nun allein in unseren Händen. Da wir mit dem Verlauf wirklich zufrieden waren, haben weder wir, noch die Baufirma ein Problem damit, den Namen der Firma zu nennen.

Dosse Massivhaus

Wir haben mit Dosse Massivhaus gebaut. Ein Zitat aus dem Werbeflyer fasst die Philosophie dieser kleinen Paderborner Firma sehr gut zusammen

Ich plane und baue jedes Haus als ob es mein eigenes ist – und das seit 25 Jahren.

(Arthur Dosse, Geschäftsführer)

Bei Dosse kümmern sich Herr D. (um dem Schreibstil dieses Blogs weiter treu zu bleiben) und Frau W. um alle Belange der Bauherren, vom ersten Entwurf bis zur Endabnahme des Hauses. Gerade diese direkte und persönliche Betreuung hat uns sehr gefallen, man hatte nicht mit verschiedenen Sachbearbeitern zu tun sondern mit Herrn D. oder Frau W. und die beiden wussten immer direkt Bescheid und konnten Unklarheiten sofort klären oder meldeten sich innerhalb kürzester Zeit zurück.

Dosse arbeitet schon länger mit den immer gleichen Handwerkern zusammen, man hatte fast das Gefühl es mit einem großen gewerkübergreifenden Handwerkerteam zu tun zu haben. Mit der Bauleitung ist Herr R. beauftragt. Er gibt die Zeitpläne vor und sorgt für einen reibungslosen Bauablauf.

Endabnahme

Die Endabnahme stellt das offizielle Ende eines Bauvorhabens dar. Es wird ein Abnahmeprotokoll erstellt und alles was nicht aufgeführt ist, gilt als in Ordnung und zur Zufriedenheit der Bauherren ausgeführt. Genau dann, wenn die noch offenen Punkte abgearbeitet sind, stellt das Bauunternehmen die letzte Rechnung.

Vor unserer Endabnahme sind wir noch einmal den gesamten Ablauf durchgegangen und haben die guten und weniger guten Punkte zusammengefasst. Das Positive hat dabei eindeutig überwogen! Oft liest man in diesem Zusammenhang zwei Fragen:

„Würdet ihr noch einmal bauen?“

Ja würden wir. Wir haben ein schönes Grundstück mit netten Nachbarn in einer schönen Umgebung gefunden und das für uns perfekte Haus darauf gebaut bzw. bauen lassen. Natürlich muss man seine Wünsche mit den finanziellen Möglichkeiten in Einklang bringen, aber auch damit sind wir zufrieden.

„Würdet ihr noch einmal mit eurer Baufirma bauen?“

Auch diese Fragen können wir eindeutig mit „Ja“ beantworten. Wir haben uns gut betreut und gut beraten gefühlt und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir hatten das Gefühl, dass man bei Dosse eher auf Bewährtes setzt, die neusten Trends findet man vermutlich eher woanders. Dafür ist die Bauausführung insgesamt sehr hochwertig und alles gut durchdacht. Mit den Handwerkern waren wir überwiegend zufrieden. Dass es auch da bessere und schlechtere gibt, ist wohl ganz normal und hatten wir auch nicht anders erwartet. Insgesamt hätten wir nach den Berichten aus Familie und Bekanntenkreis eher mit mehr Problemen gerechnet.

Bis zur Endabnahme (wir wohnen ja schon einige Wochen im Haus) wurden noch ein paar kleinere Punkte abgestellt, so dass jetzt nur noch ein einziger Punkt auf dem Protokoll zu vermerken war: „Dokumentation hydraulischer Abgleich fehlt noch“.

Fast leeres Schlussabnahmeprotokoll

Fast leeres Schlussabnahmeprotokoll

Die KfW fordert in ihrer Bestätigung nach Durchführung (die man für den KfW-Kredit ausfüllen muss), dass die Bauherren eine Reihe Dokumente zehn Jahre aufheben. Die meisten wurden uns ausgehändigt, es fehlt nur noch die Dokumentation des hydraulischen Abgleichs. Dieser muss (noch) durchgeführt, entsprechend dokumentiert und auf dem Formular der KfW bestätigt werden.

Ein Punkt den wir verbessen würden, waren die Treffen mit dem Bauleiter. Diese fanden nur statt, wenn es konkrete Probleme oder dringende Fragen gab, die besprochen werden mussten. Im Laufe dieser Treffen konnte der Bauherr aber jedes Mal viel über die nächsten anstehenden Arbeiten lernen und im Gespräch ergaben sich oft auch noch neue Fragen oder auch Dinge, die vom Bauleiter zu erledigen waren bzw. wo noch Handwerker zu Nacharbeiten kommen mussten. Wir würden jedem Bauherren empfehlen, regelmäßige Treffen zu vereinbaren damit sie genauer über den Bauverlauf informiert sind und Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden können.

Zum Schluss möchten wir uns noch einmal bei Frau W., Herrn D., Herrn R. sowie allen beteiligten Handwerkern bedanken.

Vielen Dank!

In diesem Blog ist natürlich nicht Schluss, es gibt noch viel zu tun und viel zu berichten :-)

Ausstattung und Bemusterung

Mit den Bauarbeiten in vollem Gange wollen wir noch einmal kurz auf die Planungsphase zurückblicken und die Ausstattung unseren Hauses zusammenfassen:

  • Massivhaus mit Keller, 1 1/2 Geschosse ohne Dachboden, KfW70 Standard
  • Außenwandaufbau: 17,5cm Hochlochziegel und 14cm Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
  • Gasbrennwertheizung mit Solarunterstützung für die Warmwasserbereitung
  • Kontrollierte Wohnraumbelüftung (KWL)
  • Fußbodenheizung im gesamten Haus

Eigentlich sind wir hier mehr oder weniger im Standard geblieben und haben dann Lüftungsanlage und Fußbodenheizung dazu ausgesucht. Mit ein paar Tricks (z.B. einer etwas besser isolierten Wand im Kellerflur) erreicht man dann schon den KfW70 Standard.

Bei den Heizungen gibt es immer mehr den Trend zu Wärmepumpen, aber wir wollten doch lieber bei der bewährten Technik bleiben. Luftwärmepumpen machen einerseits draußen Lärm (was wir den nahen Nachbarn nur ungern zumuten wollten) und andererseits lässt sich deren Wirkungsgrad schlecht voraussagen und er hängt sehr vom Haus und von der Auslegung des Gesamtsystems ab. Wenn man Pech hat, heizt man im Winter 1:1 mit Strom… Eine Tiefenbohrung für eine Erdwärmepumpe wäre sehr teuer geworden und für Flächenkollektoren reicht die Grundstücksfläche nicht aus. Also die bewährte Gastherme, in 25-30 Jahren (hoffentlich) schauen wir dann weiter…

Ansonsten haben wir noch

  • elektrische Rolläden
  • Türhöhe 2,125m
  • Schornstein (und Kaminofen)

als Zusatzausstattung ausgesucht. Im Rahmen der Bemusterung haben wir dann die folgenden Details festgelegt bzw. bestätigt, dass wir im Standard der Bauleistungsbeschreibung bleiben:

  • Fenster außen in anthrazit foliert (Aufpreis)
  • Braas Dachpfannen in anthrazit
  • Gira System 55 Schalterprogramm
  • Rolläden in grau
  • Fensterbänke

Die Bemusterung fand in den Räumen der Baufirma statt und man hatte von allen wichtigen Objekten Muster da. Unsere Entscheidung haben wir dann einfach auf einer Farbkopie der Muster per Unterschrift bestätigt – ein etwas altbackenes (der Bau-„irgendwas mit Computern“-herr hätte hier eher eine Excel Tabelle erwartet…) aber irgendwie charmantes und absolut zweckmäßiges Verfahren.

Bemusterungsprotokoll

Bemusterungsprotokoll

Fliesen und Sanitärobjekte werden direkt mit den ausführenden Handwerkern besprochen und ausgesucht. Die Fliesen haben wir bereits ausgesucht und bei WC, Waschbecken und Co. sind wir auch schon recht weit (Bericht folgt). Beides war und ist auf jeden Fall nicht ganz einfach und muss sorgfältig bedacht werden – schließlich schaut man sich das dann viele Jahre täglich an!

Um Innentüren, die restlichen Fußböden, Tapeten und Farben kümmern wir uns selber. Bei den Türen wissen wir schon ziemlich genau, wie sie aussehen sollen (so wie die jetzigen in unserer Mietwohnung ;) und nach Fußböden haben wir uns auch schon ein wenig umgesehen. Momentan tendieren wir zu einem etwas „lebhafteren“ Eichenfußboden von Palermo Parkett, der gefällt uns sehr gut und ist auch preislich im Rahmen.

Fertigparkett von Palermo in "Eiche lebhaft"

Fertigparkett von Palermo in „Eiche lebhaft“

Grundrisse

Inzwischen wurden unsere Grundrisse ja genehmigt und wir dürfen anfangen zu bauen – es wird also Zeit die Grundrisse und Ansichten unseres geplanten Hauses hier einmal zu zeigen!

Unser Haus wird ca. 137m² groß werden (plus Keller) und in Ost-West Ausrichtung auf dem Grundstück platziert. Wir haben uns für einen hohen Drempel (175cm) im Obergeschoss entschieden, so hat man viel Platz um Möbel zu stellen und außerdem gefällt uns die Außenansicht so auch sehr gut. Der Weg im Osten des Grundstücks führt noch zu den hinter uns wohnenden Nachbarn.

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Obergeschoss

Grundriss Obergeschoss

Grundriss Kellergeschoss

Grundriss Kellergeschoss

Ansicht Osten / Süden

Ansicht Osten / Süden

Ansicht Westen / Norden

Ansicht Westen / Norden

In einem zweiten Beitrag werden wir in Kürze auch noch genauer auf die geplante Ausstattung eingehen…

Genehmigungs- freistellung

Es kann losgehen! Heute hat unser Planer die Genehmigungsfreistellung beim Bauamt abgeholt, wir dürfen jetzt also anfangen zu bauen:

Hiermit bestätige ich Ihnen, dass ein Baugenehmigungsverfahren für das in diesen Bauvorlagen dargestellte Vorhaben nicht durchgeführt werden soll. Soweit das Vorhaben zulässig ist, darf also mit dem Bau / der Herstellung begonnen werden.

Der erste Satz klingt zwar im ersten Moment etwas anders, besagt jedoch nur, dass die Stadt nicht von ihrem Recht gebraucht macht, aus unserem Antrag im vereinfachten Verfahren einen „richtigen“ Bauantrag zu machen. Ein schöner Start ins Wochenende :)

Bauantrag abgegeben

In den letzten Wochen war es hier etwas ruhiger, aber eigentlich gibt es auch nur eine wichtige Info: Wir haben den Bauantrag abgegeben! Da wir „nur“ eine Bauanzeige machen, kann es wohl sein, dass man schon nach zwei Wochen das Okay bekommt – das wäre also bei uns schon nächste Woche! Wir warten also jeden Tag gespannt auf den Briefträger.

Wir waren wirklich überrascht, wie schnell unser Bauunternehmer alle Unterlagen fertig hatte. Nachdem wir den Vertrag unterzeichnet und alle Pläne abgenickt hatten, lagen die Bauantragsunterlagen schon ein paar Tage später im Briefkasten. Vorbildlich!

Ansonsten holen wir gemeinsam mit den neuen Nachbarn Angebote für den gemeinsamen Weg und insbesondere die Abwasserleitungen ein. Da es sich hierbei um einen Privatweg handelt, müssen wir uns auch selber darum kümmern. Es sieht aber so aus, als könnten wir uns bald einigen und wir haben auch Handwerker gefunden, die sehr zeitnah anfangen können. Der Bau wird dann ca. 2 Wochen benötigen und so hoffen wir, dass der anvisierte Baubeginn unseres Hauses Ende Juli/Anfang August eingehalten werden kann.

Das Titelbild zeigt übrigens, wie in Schweden mancherorts (z.B. auf der abgelegenen Insel Södra Ingmarsö) das Fundament eines Hauses errichtet wird :)